Vortrag: Die Herkulesbahn – Geschichte und Zukunft
Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, lädt Peter Klemt zu einem Vortrag über die Geschichte der Herkulesbahn und ihre mögliche Zukunft als modernes Verkehrsmittel zum Herkules ein.
Termin: Donnerstag, 29. Oktober 2026, 18 Uhr
Ort: Universität Kassel, ehemalige Ing.-Schule, Wilhelmshöher Allee 73, 34121 Kassel
Die Herkulesbahn gehört fest zur Kasseler Verkehrs- und Technikgeschichte. Peter Klemt zeichnet ihre Entwicklung von den Anfängen rund um das Henkelsche Elektrizitätswerk bis zur Einstellung des Bahnbetriebs im Jahr 1966 nach. Dabei geht es nicht nur um die Bahn selbst. Auch das von Gustav Henkel errichtete Braunkohlekraftwerk in der Hunrodstraße und das zugehörige Versorgungsnetz spielen eine wichtige Rolle. Das Kraftwerk versorgte ab 1893 unter anderem das Villenviertel Mulang mit elektrischer Energie.
Schon damals kamen bemerkenswerte technische Lösungen zum Einsatz. Dazu gehörten überhitzter Dampf nach den Entwicklungen von Wilhelm Schmidt und eine frühe Form der Kraft-Wärme-Kopplung. Mit der Abwärme des Kraftwerks wurden das sogenannte Palmenbad und Gewächshäuser beheizt. Eine weitere Pionierleistung war die Nutzbremse nach dem System des AEG-Ingenieurs Welsch. Sie wurde bereits 1923 bei den Güterlokomotiven der Herkulesbahn eingesetzt und ermöglichte es, beim Bremsen elektrische Energie zurückzugewinnen.
Der Vortrag richtet den Blick aber auch auf die Gegenwart. Die Neue Herkulesbahn soll kein Nostalgieprojekt sein, sondern eine zeitgemäße und umweltfreundliche Verbindung zum UNESCO-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe. Eine Verlängerung der Straßenbahn vom Druseltal zum Herkules könnte die Erreichbarkeit verbessern und den Pkw- und Parkplatzsuchverkehr rund um Kassels Wahrzeichen verringern.
Über den Referenten
Peter Klemt ist Starkstromelektriker und Ingenieur grad. Er war Berufsschullehrer an der Oskar-von-Miller-Schule in Kassel und ehemaliger Vorsitzender des Fördervereins Neue Herkulesbahn Kassel e. V.Sein besonderes Interesse gilt der Geschichte der Eisenbahn und des öffentlichen Verkehrs. Die ursprüngliche Herkulesbahn hat er noch selbst erlebt.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.







