Stellungnahme eines “träumenden Fördervereins”

Ende let­zten Jahres wurde in der HNA fol­gen­der Leser­brief veröf­fentlicht, zu dem wir an dieser Stelle natür­lich gerne Stel­lung nehmen:

Sehr geehrter Herr Rinder,
„Träumereien eines Fördervere­ins“ ist ein hüb­sch­er Titel. Er klingt nach Wolkenkuck­uck­sheim, Räuch­er­stäbchen und Real­itätss­cheu. Lei­der trifft er vor allem eines nicht: die Sache.

Der Fördervere­in „Neue Herkules­bahn“ träumt nicht, er arbeit­et. Konkret, öffentlich und nachvol­lziehbar. Eine Mach­barkeitsstudie ist kein poli­tis­ch­er Beschluss, das weiß jed­er, der mehr als die Über­schrift liest. Sie beant­wortet eine ein­fache Frage: Geht das tech­nisch?
Die Antwort lautet: ja.

Das ist keine Bürg­ertäuschung, son­dern genau das, was eine Mach­barkeitsstudie leis­ten soll. Wer ihr vor­wirft, nicht gle­ichzeit­ig Kosten, Nutzen, Betrieb, Finanzierung und Welt­frieden mitzuliefern, kri­tisiert nicht die Studie, son­dern das eigene Missver­ständ­nis.
Der Hin­weis auf klamme Kassen und mar­o­de Ein­rich­tun­gen ist berechtigt. Er ist nur kein Argu­ment gegen Denken, Prüfen und Voraus­pla­nen. Nach dieser Logik dürfte in Kas­sel gar nichts mehr disku­tiert wer­den, außer dem Abschal­ten von Licht und Hoff­nung.

Der Satz von der „her­vor­ra­gen­den Busverbindung“ liest sich gut, erset­zt aber keine Analyse.
Ein Verkehrsmit­tel, das bei gutem Wet­ter funk­tion­iert, bei Andrang an seine Gren­zen stößt und bei Nässe, Hitze oder Eis zur Geduld­sprobe wird, darf man solide nen­nen, aber kaum her­vor­ra­gend.

Was hier als „unver­ant­wortlich“ beze­ich­net wird, ist in Wahrheit demokrisches Engage­ment. Bürg­erin­nen und Bürg­er, die sich ein­brin­gen, Fra­gen stellen, Alter­na­tiv­en prüfen und öffentlichen Diskurs anstoßen. Das ist keine Träumerei. Das ist Zivilge­sellschaft.
Man kann die Neue Herkules­bahn ablehnen. Man kann sie für unnötig hal­ten. Das ist legit­im. Aber wer ern­sthaft fordert, die Diskus­sion „endlich zu been­den“, weil sie unbe­quem ist, der ver­wech­selt Ver­wal­tung mit Still­stand und Stad­ten­twick­lung mit Abwick­lung.

Wenn Träu­men bedeutet, über den Sta­tus quo hin­auszu­denken, dann ja: Dann träu­men wir gern.
Alles andere wäre tat­säch­lich unerquick­lich real­itäts­fern.
Mit fre­undlichen Grüßen

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