Neue Herkulesbahn: Warum jetzt eine klare Entscheidung nötig ist

Ein neuer Artikel in der HNA bringt das The­ma Neue Herkules­bahn erneut in die öffentliche Diskus­sion. Im Mit­telpunkt ste­ht die Frage, ob es für das Pro­jekt nun endlich ein neues, belast­bares poli­tis­ches Votum geben muss. Aus Sicht des Fördervere­ins ist genau das notwendig und zwar zeit­nah.

Die Debat­te begleit­et Kas­sel seit vie­len Jahren. Dabei geht es längst nicht nur um die Erin­nerung an eine frühere Bah­n­verbindung. Es geht um die grund­sät­zliche Frage, wie ein bedeu­ten­des Aus­flugsziel und zugle­ich ein inter­na­tion­al beachtetes Weltkul­turerbe kün­ftig sin­nvoll erre­ich­bar sein soll.

Der Herkules ist kein Nebenschauplatz

Der Herkules und der Berg­park Wil­helmshöhe gehören zu den wichtig­sten Aushängeschildern Kas­sels und der gesamten Region. Für viele Gäste ist der Herkules eines der ersten Ziele über­haupt. Gle­ichzeit­ig ist das Gebi­et auch für Kas­selerin­nen und Kas­sel­er ein zen­trales Naher­hol­ungsziel.

Ger­ade deshalb ist die Frage der Erre­ich­barkeit keine Kleinigkeit. Wer ein solch­es Ziel ernst nimmt, muss auch darüber sprechen, wie Besucherin­nen und Besuch­er dort ankom­men, ohne dass sich die bekan­nten Verkehrsprob­leme weit­er ver­schär­fen.

Warum die Herkulesbahn weiter im Gespräch ist

Die Idee der Neuen Herkules­bahn set­zt an einem Punkt an, der seit langem bekan­nt ist. Die frühere Trasse ist in großen Teilen noch vorhan­den. Der Fördervere­in ver­weist seit Jahren darauf, dass eine Ver­längerung der Straßen­bahn vom Druseltal bis in den Bere­ich des Herkules möglich wäre und damit eine attrak­tive, direk­te und umwelt­fre­undliche Verbindung entste­hen kön­nte.

Hinzu kommt ein Argu­ment, das kaum von der Hand zu weisen ist: Die heutige Sit­u­a­tion vor Ort ist alles andere als ide­al. Ger­ade an stark fre­quen­tierten Tagen ger­at­en Autos, Busse und Fußverkehr an ihre Gren­zen. Auch der Fördervere­in beschreibt die Park­platz- und Verkehrssi­t­u­a­tion am Herkules seit Jahren als prob­lema­tisch.

Nicht nur ein Verkehrsprojekt

Wer bei der Herkules­bahn nur an ein Nahverkehrspro­jekt denkt, greift zu kurz. Tat­säch­lich berührt das The­ma mehrere Ebe­nen gle­ichzeit­ig.

Erstens geht es um Mobil­ität. Eine direk­te ÖPNV-Verbindung zum Herkules wäre für viele Men­schen eine echte Alter­na­tive zum Auto.

Zweit­ens geht es um Touris­mus. Ein Weltkul­turerbe lebt nicht nur von sein­er Bedeu­tung, son­dern auch von sein­er Qual­ität als Zielort. Eine gute Anbindung gehört dazu. Auch in der Broschüre des Fördervere­ins wird die touris­tis­che und regionale Bedeu­tung der Verbindung aus­drück­lich her­vorge­hoben.

Drit­tens geht es um die Frage, wie Kas­sel mit seinem wichtig­sten Wahrze­ichen umge­ht. Wer den Herkules als iden­titätss­tif­ten­den Ort ver­ste­ht, sollte auch bere­it sein, über zeit­gemäße Lösun­gen nachzu­denken.

Warum jetzt ein neues Votum wichtig ist

Genau an diesem Punkt trifft der HNA-Artikel einen entschei­den­den Nerv. Offen­bar ste­ht das Pro­jekt in einem frühen Sta­di­um. Umso wichtiger wäre jet­zt eine klare poli­tis­che Einord­nung, statt das The­ma erneut in ein­er Dauer­schleife aus Abwarten, Verta­gen und Zuständigkeits­fra­gen festzuhal­ten.

Ein neues Votum würde nicht automa­tisch bedeuten, dass mor­gen gebaut wird. Aber es würde zeigen, ob die Stadt und die zuständi­gen Stellen bere­it sind, die Idee ern­sthaft weit­erzu­ver­fol­gen und sauber zu prüfen. Genau diese Verbindlichkeit fehlt bis­lang immer wieder.

Sachlich diskutieren, statt reflexhaft abwinken

Natür­lich kann und muss man über Trassen­führung, Kosten, naturschutzrechtliche Fra­gen, Wel­ter­bev­erträglichkeit und konkrete Aus­gestal­tung sprechen. Das ist selb­stver­ständlich. Aber diese Diskus­sion sollte auf Grund­lage von Fak­ten geführt wer­den und nicht mit dem reflex­haften Ein­druck, dass so ein Pro­jekt von vorn­here­in unre­al­is­tisch sei.

Die Debat­te ver­di­ent mehr als ein Schul­terzuck­en. Denn die Grund­frage bleibt: Wie soll eines der bedeu­tend­sten Ziele Kas­sels kün­ftig erre­ich­bar sein, wenn man es ernst meint mit mod­ern­er Mobil­ität, Aufen­thalt­squal­ität und touris­tis­ch­er Entwick­lung?

Der neue HNA-Bericht zeigt, dass das The­ma Herkules­bahn nicht erledigt ist. Im Gegen­teil. Es ist wieder auf dem Tisch und das aus guten Grün­den. Jet­zt braucht es keine unverbindliche End­loss­chleife mehr, son­dern eine klare Entschei­dung darüber, ob das Pro­jekt mit Ern­sthaftigkeit weit­er­ver­fol­gt wer­den soll. Wer den Herkules, den Berg­park und Kas­sel als Ganzes stärken will, sollte diese Frage nicht weit­er vor sich her­schieben.

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