Der Fahrgastverband PRO Bahn spricht sich für die Neue Herkulesbahn aus
Bei seiner Dezember-Sitzung in Kassel hat sich der Fahrgastverband PRO BAHN Nordhessen erneut mit den Plänen für eine direkte Tram-Verbindung zum Herkules befasst. Das jüngste Gutachten für eine Neue Herkulesbahn hat die Förderungswürdigkeit des Projektes ergeben. Das bedeutet: Mit einer vergleichsweise überschaubaren finanziellen Eigenbeteiligung könnte die Stadt Kassel ein Leuchtturm-Projekt gewinnen. Sehr hohe Zuschüsse von 80 — 85% sind zu erwarten. Deshalb fordert PRO BAHN: Die politische Weichenstellung für die Herkulesbahn sollte nun zügig erfolgen, damit die konkreten Planungen beginnen können.
Die „schönste Straßenbahn Deutschlands“ könnte der überregionalen, auch internationalen Ausstrahlung Kassels im Zusammenhang mit dem Bergpark einen neuen Schub verleihen. Die Internationalität der derzeitigen Besucherströme ist bereits beeindruckend. Die attraktivere Anreise wird sich rasch herumsprechen.
Allerdings wurde in der bisherigen Diskussion der Gewinn einer barrierefreien, preiswerten Anfahrt zum Herkules für die Menschen in Kassel und Umgebung nicht ausreichend bedacht. Mit der Herkulesbahn wäre ein Zuwachs an Lebensqualität für alle verbunden. Es würde sich einbürgern, häufiger zum Herkules zu fahren, um die Aussicht zu genießen, Spaziergänge in der besseren Luft zu unternehmen, die Herkules-Terrassen oder das Restaurant Elfbuchen zu besuchen, die Sonne über dem Kasseler Nebel zu erleben. Die Höhe des Habichtswaldes würde näher an die Stadt herangerückt, so dass mit einer stetig wachsenden Besucherzahl auch an den Werktagen zu rechnen wäre.
Mit Befremden hat PRO BAHN den Vorschlag zur Kenntnis genommen, nun auch eine Seilbahn in die Begutachtung mit aufzunehmen. Nachdem seit mehr als zehn Jahren schon gutachterlich an einer Tramverbindung gearbeitet wurde, kann man diesen erst jetzt in die Diskussion eingebrachten Vorschlag nur als Versuch verstehen, die Herkulesbahn zu verzögern. Bereits Gustav Henkel, der Erbauer der ersten Herkulesbahn, hat im Jahr 1899 eine Seilbahnlösung am Bergpark als nicht sinnvoll verworfen. Diese Idee wieder aufzunehmen, zeugt von wenig Sachverstand und kommunalpolitischer Weitsicht.
„Das Ergebnis der Förderungswürdigkeit einer Straßenbahn zum Herkules ist die Steilvorlage für die Stadtpolitik, nun tatsächlich für die Neue Herkulesbahn zu votieren“, erklärt Ulrich Seng, Sprecher von PRO BAHN Nordhessen.
Der Fahrgastverband PRO BAHN ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Verbraucherverband und vertritt die Interessen der Fahrgäste des öffentlichen Fern- und Nahverkehrs seit mehr als 40 Jahren. Der PRO BAHN Landesverband Hessen gliedert sich in Regionalverbände, die vor Ort Ansprechpartner für die Anliegen der Fahrgäste sind.
Für Rückfragen:
Ulrich Seng, Tel. 0561–80754358, sengwk@gmx.de
Quelle: Pressemitteilung PRO Bahn






