Ja, schon schön, aber…

Jede Vision braucht Diskus­sio­nen – und wir hören zu.

Die neue Herkules­bahn in Kas­sel ist ein Pro­jekt mit großer Bedeu­tung für unsere Region. Wie bei jed­er großen Idee gibt es neben Begeis­terung auch Fra­gen, Bedenken und Kri­tik. Genau das ist wichtig, denn durch den Aus­tausch unter­schiedlich­er Per­spek­tiv­en wird unsere Vision noch stärk­er und fundiert­er.

Auf dieser Seite gehen wir auf die häu­fig­sten Gege­nar­gu­mente ein und zeigen, warum wir überzeugt sind, dass die Herkules­bahn nicht nur die richtige Lösung ist, son­dern auch eine Chance für Kas­sel und die Region darstellt.

Finanzierung und Kosten

„Die Herkulesbahn ist zu teuer, und das Geld könnte besser in andere Projekte investiert werden.“

Wir sagen: Die Kosten der Herkules­bahn sind eine sin­nvolle und zukun­ft­sori­en­tierte Investi­tion, die sich nicht nur finanziell, son­dern auch ökol­o­gisch und gesellschaftlich auszahlen wird.

Langfristige Investi­tion: Die Herkules­bahn ist nicht nur eine Verkehrslö­sung, son­dern eine Investi­tion in den Touris­mus, die Umwelt und die Leben­squal­ität in Kas­sel.

Wirtschaftlich­er Nutzen: Mehr Touris­ten und Besuch­er bedeuten höhere Ein­nah­men für die Region – von der Gas­tronomie über den Einzel­han­del bis hin zu kul­turellen Ein­rich­tun­gen.

För­der­möglichkeit­en: För­der­mit­tel von Bund, EU und Umwelt­pro­gram­men kön­nten die Kosten erhe­blich reduzieren.

Kosten­erspar­nis durch Ent­las­tung: Weniger Autoverkehr bedeutet gerin­gere Straßenin­stand­hal­tungskosten und weniger Aus­gaben für Maß­nah­men gegen Umweltschä­den.

Fragen & Antworten zur Finanzierung

ÖPNV ist fast nie Kosten deck­end im betrieb­swirtschaftlichen Sinne. Aber natür­lich ist das Kosten-Nutzen-Ver­hält­nis abzuwä­gen. Dabei fließen unter­schiedliche Kri­te­rien ein – von den voraus­sichtlichen Fahrgastzahlen, der Fahrt­dauer bis zur besseren CO2-Bilanz gegenüber den heuti­gen Bussen und durch das gerin­gere Aufkom­men an PKW-Verkehr.
Auch die Tak­t­dichte kann die Wirtschaftlichkeit bee­in­flussen: An „Wasser­spiel- Nach­mit­ta­gen“ wäre ein 15-Min.-Takt sin­nvoll, während son­st 30 Min. aus­re­ichen kön­nen (nur jede zweite Bahn führe über die Wen­de­schleife Druseltal hin­aus zum Herkules).
Gegenüber dem Bus hat die Tram den Vorteil, dass mit einem Fahrzeugführer deut­lich mehr Per­so­n­en befördert wer­den (= gün­stigere Per­son­alkosten je Fahrgast).
In Zeit­en des Kli­mawan­dels und des Beschlusses „Kas­sel bis 2030 kli­ma­neu­tral“ haben Aspek­te von Nach­haltigkeit und CO2-Reduk­tion – auch durch die drin­gend gebotene Verkehr­swende — größeres Gewicht. Hier wird Wirtschaftlichkeit im weit­eren Sinne wichtig.

Nein, denn an Werk­ta­gen würde der Betrieb erst ab ca. 9.00 Uhr aufgenom­men. Dann sind jene Fahrzeuge frei, die zuvor zusät­zlich im Schüler- und Berufsverkehr einge­set­zt wur­den. (Am frühen Mor­gen fahren – wie schon heute – einige Busse). Und an Sonn- und Feierta­gen ste­hen viele Straßen­bahnzüge im Betrieb­shof und kön­nten einge­set­zt wer­den.

Nein, es gilt der ein­heitliche reg­uläre Tarif des Nord­hes­sis­chen Verkehrsver­bunds (NVV). Und damit zugle­ich die daran geknüpften beson­deren Ange­bote (wie das „Deutsch­landtick­et“, das „Hes­sentick­et“ und die „City“-Option der DB-Fer­n­fahrkarten).

Umwelt und Natur

„Der Bau der Bahn zerstört die Natur, stört Tiere und beeinträchtigt die Landschaft.“

Wir sagen: Die Bahn schützt langfristig die Natur, indem sie den Autoverkehr reduziert und den Zugang zum Wel­terbe auf eine nach­haltige Weise ermöglicht.

Nach­haltige Bauweise: Der Bau wird min­i­ma­l­in­va­siv durchge­führt, z. B. ent­lang bere­its existieren­der Wege.

Schutz sen­si­bler Bere­iche: Umweltverträglichkeit­sprü­fun­gen stellen sich­er, dass Flo­ra und Fau­na geschützt bleiben.

Langfristiger Nutzen: Die Bahn reduziert den Verkehr und somit Abgase und Boden­verdich­tung durch park­ende Autos.

Fragen & Antworten zu Umwelt und Natur

Nein, denn die alte, ein­gleisige (Wald-)Trasse würde genutzt. Sie ist derzeit ein Forstweg zwis­chen „Neu-Hol­land“ und dem Herkules. Einige Bäume müssten weichen, die aber jünger als 60 Jahre sind, weil sie erst nach Stil­l­le­gung der „alten“ Herkules­bahn wuch­sen.
Fast in Gänze würde die Streck­en­ver­längerung der Lin­ie 4 um ca. 2,8 km auf der ehe­ma­li­gen Trasse erfol­gen – ein­gleisig mit ein­er Auswe­ich­stelle und größ­ten­teils auf einem s. g. Rasen­gleis. — Baum­fäl­lun­gen oder Flächen­ver­siegelun­gen wür­den min­imiert.
Solche Ein­griffe wer­den durch Aus­gle­ichs­maß­nah­men kom­pen­siert (Ersatzpflanzun­gen, Entsiegelun­gen, Rena­turierung von Fließgewässern). Diesen eher kleinen Ein­grif­f­en ste­ht ein großer Nutzen gegenüber, wenn die „Blech­law­inen“ am Herkules reduziert wer­den.
Ver­gle­ich: Durch den erweit­ern­den Aus­bau der Park­plätze am Herkules (280 Stellplätze) wurde vor eini­gen Jahren erhe­blich mehr Fläche ver­siegelt. Und oben­drein wur­den durch das erhöhte Stellplatzange­bot mehr PKW ange­zo­gen und belas­ten den Berg­park.

Ja. Wie schon bei der früheren Herkules­bahn gäbe es eine Begeg­nungsstelle im Bere­ich der Hal­testelle „Neuhol­land“. Wegen des rel­a­tiv kurzen Streck­en­ab­schnittes braucht es auch bei erhöhter Tak­t­dichte keine Zwei­gleisigkeit. Dies spart Flächen und Kosten.

Wirtschaftlichkeit

„Die Bahn wird nicht genug genutzt und ist wirtschaftlich nicht tragfähig.“

Wir sagen: Die Herkules­bahn kann durch kluge Pla­nung und Kom­bi­na­tion mit weit­eren Ange­boten eine wirtschaftlich tragfähige und nach­haltige Lösung sein.

Bre­ite Ziel­gruppe: Die Bahn richtet sich nicht nur an Touris­ten, son­dern auch an Ein­heimis­che, die den Berg­park bequem erre­ichen wollen.

Kom­bi­na­tion mit Attrak­tio­nen: Mit zusät­zlichen Ange­boten wie Kom­b­i­tick­ets für Museen oder Ver­anstal­tun­gen wird die Attrak­tiv­ität erhöht.

Einsparun­gen durch weniger Autoverkehr: Weniger Kosten für Straßen­repara­turen und Umweltschä­den machen die Bahn langfristig wirtschaftlich attrak­tiv.

Fragen & Antworten zur Wirtschaftlichkeit

Das Pro­jekt ist durch die Kas­sel­er Stadtverord­neten­ver­samm­lung zu beschließen und würde durch den Mag­is­trat und die städtis­che Verkehrs­ge­sellschaft umge­set­zt.
In die Baukosten wür­den För­der­mit­tel von Bund und Land ein­fließen (z. B. über das „Gemein­de­v­erkehrs-Finanzierungs­ge­setz“ (GVFG) oder das Pro­gramm zur Reak­tivierung still­gelegter Schienen­streck­en in Hes­sen). Etwaige Zuschüsse im laufend­en Betrieb wür­den durch die Stadt Kas­sel getra­gen – auch dies wäre der Nor­mal­fall.
In Koali­tionsverträ­gen der Kas­sel­er Stadtverord­neten und sog­ar im Hes­sis­chen Land­tag wurde die „Neue Herkules­bahn“ schon vor Jahren vere­in­bart. Lei­der ist Papi­er geduldig. Die Men­schen fra­gen: „Wenn nicht jet­zt, wann dann?“ — Der Kli­mawan­del wartet nicht! Nach Jahren des Still­standes beste­hen inzwis­chen bessere Aus­sicht­en, dass für die nach­haltige Erschließung und Ent­las­tung des UNESCO-Wel­terbes und angesichts des bedrohlichen Kli­mawan­dels dem Pro­jekt höhere Pri­or­ität zukom­men wird.

Die Herkules­bahn würde für die touris­tis­chen Besuch­er des Wel­terbes die Erre­ich­barkeit stark verbessern. Ein mod­ernes, umstiegs­freies Verkehrsmit­tel dient jedoch auch den 200.000 Kas­sel­er Bürg­ern, um die Naher­hol­ungs­ge­bi­ete Habichtswald und Berg­park beque­mer und schneller aus der City und den östlichen Nach­barge­mein­den zu erre­ichen. Dieser all­ge­meine Nutzen bestünde 7 Tage in der Woche und im Som­mer wie im Win­ter.

Alter­na­tiv­en zum Pro­jekt

„Busse und Wanderwege sind ausreichend – die Bahn ist überflüssig.“

Wir sagen: Die Bahn ist eine ergänzende, nach­haltige und bar­ri­ere­freie Alter­na­tive zu beste­hen­den Optio­nen, die gle­ichzeit­ig ein einzi­gar­tiges Erleb­nis schafft.

Nach­haltigkeit: Busse sind weniger umwelt­fre­undlich, da sie auf fos­sile Brennstoffe angewiesen sind, und Wan­der­wege sind nicht für alle zugänglich.

Bar­ri­ere­frei­heit: Die Bahn bietet eine kom­fort­able und zugängliche Option für Men­schen mit eingeschränk­ter Mobil­ität oder Fam­i­lien mit kleinen Kindern.

Einzi­gar­tigkeit: Eine Bahn bietet ein beson­deres Erleb­nis, das wed­er ein Bus noch ein Wan­der­weg erset­zen kann.

Fragen & Antworten zu den Alternativen zum Projekt

Nein. Durch Busverkehr in der „Kern­zone“ des Parks würde der wichtige Sta­tus als „Weltkul­turerbe“ auf´s Spiel geset­zt (gle­ich­es gilt für die Idee ein­er Seil­bahn). Eine kün­ftige Herkules­bahn fährt zum höch­sten und attrak­tivsten Punkt des Wel­terbes. Von dort führen Wege durch den Park, die für ältere und mobil­itäts­beschränk­te Men­schen nutzbar sind.

Die Zahl der Park­plätze an der heutien End­hal­testelle „Druseltal“ ist viel zu gering.Es ist daher zu prüfen, ob im still­gelegten Stein­bruch der Basalt AG etwas ober­halb im Druseltal Stellplätze geschaf­fen wer­den kön­nen. Dieser Park­platz würde außer­halb der Wel­terbe-Kern­zone liegen und wäre dadurch genehmi­gungs­fähig.
Und natür­lich kön­nen PKW-Nutzer im Bere­ich fast jed­er Hal­testelle der Lin­ie 4 einige Park­flächen find­en und auf die Tram umsteigen

Das ist nicht geplant. Die Vorteile ein­er guten Schienen­verbindung wer­den per se zu ein­er deut­lichen Ver­lagerung vom Auto zur Tram führen. Heute gibt es zu den Wasser­spie­len kilo­me­ter­langes Straßen­rand-Parken zwis­chen „Ehlen­er Kreuz“ und Herkules.
Das his­torische Konzept – „mit den Wassern ins Tal“ zu gehen, würde bei Anfahrt mit der Tram bess­er erleb­bar, als wenn anschließend ein PKW am Herkules geholt wer­den muss.

In Zeit­en des Kli­mawan­dels und der drin­gen­den „Verkehr­swende“ muss die öffentliche Hand umfassend investieren, um die Qual­ität des ÖPNV zu verbessern. Im Gegen­satz zu den disku­tierten Streck­en nach Rothen­dit­mold, Harleshausen und Wal­dau dient eine „Neue Herkules­bahn“ nicht primär der Erschließung von Wohnge­bi­eten, son­dern der
Erre­ich­barkeit des einzi­gar­ti­gen Parks – für Touris­ten und Ein­heimis­che gle­icher­maßen. Die „Neue Herkules­bahn“ und andere neue Straßen­bahn­streck­en sind kein Gegen­satz, son­dern ergänzen sich! Auf­grund ihres bre­it­en Zus­pruchs in der Stadt­ge­sellschaft kön­nte eine „Neue Herkules­bahn“ das emo­tionale Herz und Motor der Verkehr­swende wer­den.

Ja, aber die Vorteile der Straßen­bahn gegenüber dem Bus liegen auf der Hand:

  • das umstiegs­freie, schnellere Fahren aus der City und vom Bahn­hof Wil­helmshöhe
  • das deut­lich größere Platzange­bot eines mod­er­nen Straßen­bahnzuges gegenüberm dem Bus (bei großem Andrang sind sog­ar Züge in „Dop­pel­trak­tion“ möglich)
  • ruhigere und sicherere Fahreigen­schaften der Tram – wichtig nicht nur, aber ins­beson­dere für ältere und mobil­itäts­beschränk­te Fahrgäste
  • Bei Stau und Glätte steckt auch der Lin­ien­bus auf der Straße fest – die „Neue Herkules­bahn“ führe auf ihrem sep­a­ratem Gleiskör­p­er daran vor­bei
  • Der „Schienen­bonus“: Dieser Fach­be­griff beschreibt den Fahrgastzuwachs der bei Umstel­lung ein­er Strecke von Bus- auf Schienen­fahrzeuge regelmäßig ein­tritt
Risiken für das UNESCO-Wel­terbe

„Die Bahn gefährdet den Status des Bergparks als UNESCO-Weltkulturerbe.“

Wir sagen: Die Herkules­bahn schützt den Berg­park langfristig, indem sie Besuch­er­ströme lenkt und den Autoverkehr reduziert, ohne den UNESCO-Sta­tus zu gefährden.

Koop­er­a­tion mit Experten: Das Pro­jekt wird in enger Abstim­mung mit Denkmalschutzbe­hör­den und der UNESCO geplant.

Langfristige Ent­las­tung: Die Bahn reduziert Verkehrs- und Umwelt­be­las­tun­gen, wodurch der Berg­park bess­er geschützt wird.

Fragen & Antworten zu Risiken für das UNESCO-Welterbe

Im Bere­ich ein­er kün­fti­gen Wen­de­schleife hin­ter dem Herkules (etwas unter­halb des Besucherzen­trums) würde für ein sehr kurzes Stück die Kern­zone des Wel­terbe-Bere­ich­es tang­iert. Im Ver­hält­nis zu den Vorteilen für den Berg­park fällt dies kaum ins Gewicht – auch durch die Optik eines Rasen­gleis­es und beson­dere, wenig auf­fäl­lige Fahrleitun­gen.
Erstaunlich­er Weise war kurz vor der Wel­terbe-Bewer­bung sog­ar die erhe­bliche Ver­größerung und Flächen­ver­siegelung des Park­platzes am Herkules zuläs­sig (Ein­griff in die spätere Kern­zone). Ein weit­eres Beispiel: die Straßen­bahn Lin­ie 1 fährt kurz vor Erre­ichen ihrer End­hal­testelle Wil­helmshöhe schon heute durch die Wel­terbe-Kern­zone.

Lärm­be­las­tung

„Der Betrieb der Bahn verursacht Lärm und stört die Anwohner.“

Wir sagen: Die Herkules­bahn ver­ringert den Lärm­pegel ins­ge­samt und sorgt für eine ruhigere Umge­bung – ein Gewinn für Anwohn­er und Natur.

Leis­er Betrieb: Die Bahn wird elek­trisch betrieben und ist im Ver­gle­ich zu Autos und Bussen deut­lich leis­er.

Weniger Verkehrslärm: Durch die Reduzierung des Autoverkehrs wird die Lärm­be­las­tung ins­ge­samt gesenkt.

Mod­erne Tech­nik: Schal­lab­sorbierende Mate­ri­alien und inno­v­a­tive Kon­struk­tio­nen sor­gen für zusät­zlichen Lärm­schutz.

Fragen & Antworten zur Lärmbelastung

Nein. Die frühere Herkules­bahn, deren Trasse weit­ge­hend benutzt wer­den soll, ist dort jahrzehn­te­lang ohne Zah­n­rad gefahren — bei ein­er max­i­malen Stei­gung von fast 10%!
Und wenn kün­ftig nach der Hal­testelle „Neu Hol­land“ das Gleis in einem großen Bogen nach oben geführt wird, würde sich die max­i­male Stei­gung noch etwas reduzieren. Im heute vorhan­de­nen Straßen­bahn­netz beträgt die größte Stei­gung 8% (Kirchdit­mold, Zent­grafen­straße). Hier­für sind Antriebe und Brem­sen aller Straßen­bahnzüge aus­gelegt.

Ziel­gruppe der Bahn

„Die Bahn ist nur für Touristen gedacht und bringt den Einheimischen nichts.“

Wir sagen: Die Herkules­bahn ist ein Gewinn für Touris­ten und Ein­heimis­che gle­icher­maßen – und verbessert die Leben­squal­ität vor Ort.

Bre­it­er Nutzen: Die Bahn erle­ichtert auch Ein­heimis­chen den Zugang zum Berg­park, z. B. für Freizeitak­tiv­itäten oder Fam­i­lien­aus­flüge.

Attrak­tiv­ität für Bürg­er: Mit gün­sti­gen Jahreskarten oder Kom­b­i­tick­ets wird die Bahn auch für die lokale Bevölkerung erschwinglich und inter­es­sant.

Weniger Verkehrsstress: Anwohn­er prof­i­tieren von weniger Stau und Lärm in der Region.

Fragen & Antworten zur Zielgruppe der Bahn

Ja. Die Herkules­bahn (Streck­en­ver­längerung Lin­ie 4) ist der Zugang zum Habichtswald und Berg­park. 365 Tage im Jahr für Fit­ness, Well­ness und Entspan­nung. An den Hal­testellen ver­laufen viele Wan­der­wege und Gas­tronomie ist nicht weit. Und in mod­er­nen Nieder­flur-Bah­nen ist mehr Platz für Men­schen, Moun­tain­bikes und Langlauf-Ski.

Schienen gebun­den­er ÖPNV ist kli­mascho­nend und der Flächen­ver­brauch gegenüber dem PKW viel geringer. Die Bilder kilometer(!)langer Rei­hen park­ender Autos ent­lang der Ehlen­er Straße zum Herkules und zugepark­te Wald­wege bele­gen dies drastisch.
„Mit den Wassern gehen“ emp­fahlen einst die Schöpfer des Berg­parks den Besuch­ern. Heute hieße das: „Hoch mit der Tram, mit den Wassern zu Fuß durch den Park hinab“. Aktuell ist die Anreise oft mit Stress ver­bun­den. Die Kapaz­itäten beim Umstieg im Druseltal (Tram auf Bus) reichen oft nicht und der näch­ste erre­ich­bare Bus kommt zu spät.
Wer mit dem PKW anreist, muss oft am Straßen­rand parken und zunächst einen lan­gen Fuß­marsch auf der Straße bewälti­gen. — Und es ist doch schön­er, wenn nach dem Erleb­nis nie­mand das oben auf der Höhe gepark­te Auto wieder holen muss…

Nos­tal­gie und Skep­sis

„Die alte Herkulesbahn wurde aus gutem Grund abgeschafft – warum sollte die neue besser sein?“

Wir sagen: Die neue Herkules­bahn ist eine mod­erne Lösung, die aus der Ver­gan­gen­heit gel­ernt hat und zukun­ft­sori­en­tiert ist.

Mod­erne Tech­nik: Die neue Bahn nutzt mod­erne, nach­haltige Tech­nolo­gien und ist wirtschaftlich­er als die alte.

Geän­derte Anforderun­gen: Früher war das Auto die bevorzugte Lösung, doch heute suchen Men­schen nach kli­mafre­undlichen Alter­na­tiv­en.

Lehren aus der Ver­gan­gen­heit: Fehler der alten Bahn wer­den ver­mieden, und das Pro­jekt wird an die heuti­gen Bedürfnisse angepasst.

Fragen & Antworten zu Nostalgie und Skepsis

Nein. Und dieser „unge­broch­ene“ Verkehr ist — neben der Abkürzung über die „Wald­trasse“ – ein weit­er­er Grund für den Fahrzeit­gewinn / die Attrak­tiv­itätssteigerung gegenüber heuti­gen Busverkehren. Die Lin­ie 4 würde von Hes­sisch-Licht­e­nau oder Kau­fun­gen über die Innen­stadt und den Fern­bahn­hof ohne Umstieg bis zum Herkules durch­fahren.

Podiumsdiskussion im Offenen Kanal Kassel

Im Okto­ber 2023 sendete der „Offene Kanal Kas­sel“ eine Podi­ums­diskus­sion zur Herkules­bahn.

Es disku­tieren Christof Nol­da (Stadt­bau­rat), Brigitte Bergholter (Bürg­er für das Wel­terbe Kas­sel e.V.), Oliv­er Erd­mann (Fach­bere­ich­sleit­er KVG), Ulrich Seng (Fahrgastver­band pro Bahn) und Rein­er Borchert (Fördervere­in Neue Herkules­bahn). Jörg Stein­bach mod­eriert das Gespräch.

Sehen Sie hier die Aufze­ich­nung.

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